Strahlend blau wölbte sich der Himmel über der Leben & Tod in Bremen am 05./06. Mai 2023. Und die Temperaturen verwöhnten die Besucher, die teils nur in Shirt oder Hemd vor den Toren plauschten.
Größer als Freiburg
Die Mischung aus Kongress und Messe zog in Bremen mit ca. 4000 Personen deutlich mehr Besucher an als der Ableger in Freiburg (1803 Besucher), den ich im vergangenen Jahr besucht habe. Auch die Zahl der Aussteller war sichtlich größer.

Ein breites Ausstellerspektrum
Das Spektrum der Aussteller ist breit. Viele Nebengewerke des Bestattungshandwerks nutzen die Möglichkeit, nicht nur sich, sondern auch ihre Podukte und Dienstleistungen zu zeigen und zu informieren:Autoren präsentieren ihre Bücher, Buchstände werden überhaupt geradezu umlagert. Es gibt Trauerclowns, die helfen wollen, den Abschied leichter zu machen. Vereine und Verbände informieren über ihre Tätigkeiten. Neben Aromaölen und Dekoren präsentieren sich vereinzelt sogar Bestatter. Es ist eine bunte Mischung, durch die sich der Besucher oftmals zwängt.

Einzigartig – eine Überführungskutsche
Spektakulär dominiert eine Trauerkutsche Teile der Halle. Schwarz und silber schimmernd sind dort stets Gruppen von Interessenten mit den thüringischen Ausstellern im Gespräch.
Viele Interessenten informieren sich nicht nur
Beeindruckend sind die Urnen, die an einigen Ständen zu sehen sind. Manche erinnern eher an Kunstobjekte als an Urnen. An anderen Ständen ist das Probeliegen im Sarg möglich. Und Therapiehunde müssen einiges Aushalten, ständig umlagert und gestreichelt. Die Buchstände lehren sich zusehends.

Plätze im Vortragsbereich sind knapp
Im Stehen müssen die Meisten zuhören, wenn die Vorträge im Kongressbereich starten. Erwartungsvolle Gespräche in den Pausen vor Beginn informieren, woher viele der Besucher kommen. Viele aus der Pflege, andere aus der Hospiz- und Trauerarbeit. Andere sind Betroffene und Ehrenamtler.
Sach- und Fachinformationen werden aufgesaugt, Folien photographiert. Besonders spannend aus meiner Sicht die Arbeit von Panikgruppen im Feuerwehrdienst. Ich wußte nicht, daß es solche Gruppen gibt.
