Mein Name ist Claudia Grötzebach M.A.
Geboren wurde ich in einem beschaulichen Ort in Niedersachsen, in Apen/Ammerland.
Studiert habe ich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelmsuniversität in Bonn einen Magister-Studiengang mit den Fächern: Sinologie, Politologie, VWL. Meinen Abschluss zur Magistra Artium habe ich dann in Politologie gemacht mit einer Arbeit zu den deutsch-chinesischen Städtepartnerschaften – Anspruch und Wirklichkeit.
Seit den 1990er Jahren arbeite ich mit und für Bestatter, in der Hospizbewegung tätige und Berufsgruppen, die mit Trauernden und Sterbenden zu tun haben.
Als ich angefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte Fortbildungen für Bestatter anzubieten, war das keine Frage. Ich hatte da seit einigen Jahren den ersten für mich wirklich bedeutenden Verlust verarbeitet, den Tod meiner Großmutter. Sie war ein Fixpunkt in meinem Leben, aber auch der Fixpunkt für alle in unserer Familie.
Als sie starb, war ich nicht zu Hause, sondern auf dem Weg nach Pakistan, um die Seitenstraße zu bereisen. Erst nach meiner Rückkehr – Monate später – erfuhr ich von dem Verlust. Sie starb an dem Abend, an dem ich mich in den Flieger setzte. Als ich die näheren Umstände geschildert bekam, war für mich klar: Sie hatte mich begleitet und sie war friedlich hinüber gegangen.
Das hat meine Wahrnehmung von Tod, Trauer, Sterben sehr verändert. Hatte ich vorher immer den Eindruck, ich würde mit dem Gespräch über diese Themen den Tod herbeireden, war ich nun befreit.
Ich bin meiner Großmutter unendlich dankbar dafür, daß sie mich das gelehrt hat. Und ich freue mich, daß ich die Erkenntnisse, die ich seither gewonnen habe, weitergeben kann. Den Verlust kann das nicht mildern, doch es kann helfen Ängste zu mildern, die und ein bewußtes Trauern und vielleicht auch Sterben ermöglichen und so mit dem Verlust ein klein wenig versöhnen und heilen helfen.
